Griechische Weine – Auf dem Weg nach oben

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Die griechische Weinwirtschaft zeigt sich seit einigen Jahren von einer höchst positiven Seite. Luzia Schrampf gibt einen Einblick in ein historisches Weinland, das in den letzten zwei Jahrzehnten einen spannenden Weg eingeschlagen hat und von dem in Zukunft noch viel mehr zu erwarten sein wird.


Im Weinbau auf eine gloriose Vergangenheit verweisen zu können, ist natürlich ehrenvoll. Griechenland kann das: Noch bevor die Römer vergorenen Rebensaft durch Expansion in ganz Europa verbreiteten, haben die Griechen bereits Jahrtausende vor Christus Wein kultiviert. Sie ließen sich schon damals Gesetze einfallen, zum Beispiel um das Weinmachen in Amphoren zu regeln, und organisierten Weinverkostungen in Form von durchchoreographierten “Symposien”. Die moderne Entwicklung setzte in den 1980ern und 1990ern ein, mit der Wirtschaftskrise von 2009 bekam die Sache einen anderen Dreh. Der Tourismus der 1980er sorgte dafür, dass Griechenland international fast ausschließlich vor allem mit Retsina, klebrigsüßem Samos und ebenso klebrigem Mavrodaphne in Verbindung gebracht wurde. Und dass es hier eine Fülle von anderen, fast ausschließlich hier vorkommenden Sorten gab, behielten die Griechen lange für sich. Aus denen wurden ansprechende trockene Weine in Weiß und Rot gemacht, die gern auch mit internationalen Rebsorten verschnitten wurden, aber bis etwa 2009 vor allem im Land selbst konsumiert wurden.

Ab da konnten die Griechen immer weniger Geld für Wein ausgeben, also musste man sich Exportstrategien überlegen. Seither kommen auch nicht-griechische Weinfans vermehrt in den Genuss. Gesammelte Eckdaten seit 2010: Auf etwa 110.000 Hektar Gesamtrebfläche (wobei nicht klar ist, ob tatsächlich als Ertragsfläche oder nur als Rebfläche definiert) werden jährlich rund 2,8 Millionen Hektoliter Wein erzeugt, von denen zwei Drittel Weißwein, ergo ein Drittel Rotwein ist. Zum Vergleich: Österreich erzeugt auf etwa 45.000 Hektar durchschnittlich 2,5 Mio. Hektoliter, allerdings bei völlig anderen klimatischen Gegebenheiten und in deutlich jüngeren Weingärten.

Böden und Klima

Von der Topographie her ist Griechenland hochspannend für den Weinbau, gerade weil es mit einem Berganteil von 77 Prozent sehr gebirgig ist. Die önologischen “Spielwiesen” sind äußerst vielfältig: viel karges Land mit Kalk und Sandböden, dazu vulkanische Böden auf der Kykladen-Insel Santorin, Höhenlagen – der Weinbau reicht bis auf 1.100 Meter Seehöhe – und Meeresnähe, wobei maritime Terroirs (Kühlung durch Wasserflächen, nicht extraheiß im Sommer, milder Winter) nur in direkter Nähe der Küste zu finden sind. Das Klima reicht von exorbitanter Trockenheit im Sommer bis zu Schneefall und kalten Wintern in den Bergen, vor allem im Norden. So groß die lokalen klimatischen Unterschiede auch sind, gibt es doch drei wichtige Gemeinsamkeiten: viel Sonne, viel Wind, viel Trockenheit. Die bekannteste Weinbauinsel mag Kreta sein, mit sehr hoch gelegenen Weingärten, jene mit dem spannendsten Weinen möglicherweise die Vulkaninsel Santorin, die nie von der Reblaus heimgesucht wurde. Speziell Santorin ist eine Art “Jurassic Park” für autochthone Rebsorten, mit zahlreichen uralten Anlagen, die nicht selten gute 100 Jahre alt sind. Generell bringt die Insel hochspannende, trockene, fast salzig schmeckende Weißweine hervor.

Wer macht den Wein?

Früher wurde der Weinbau von Großproduzenten und Kooperativen dominiert, vor allem in Zentralgriechenland. Doch wie überall in der Weinwelt setzte auch hier in den 1980ern und 1990ern ein Strukturwandel ein. Mangels önologischer Bildungsstätten gingen damals viele Weininteressierte an ausländische Universitäten und kamen als gut ausgebildete Önologen zurück. Sie brachten Know-how aus Bordeaux oder Kalifornien mit und arbeiteten auf der Grundlage dessen, was in Griechenland zu finden war. Die Folge in den 1990ern waren zahlreiche Neugründungen von deutlich kleineren, hochseriös arbeitenden Weingütern und Übernahmen von lange bestehenden Traditionshäusern. Oder auch Abspaltungen, etwa von Boutari, gegründet 1879. Yiannis Boutaris, eine der einflussreichsten Weinpersönlichkeiten des Landes, gründete 1997 in Naoussa in Nordgriechenland die Marke Kir-Yianni.

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Alpha Estate Malagouzia Single Vineyard Turtles

Alpha Estate Malagouzia Single Vineyard Turtles

Grown, produced & bottled by Alpha Estate. 2nd Km. Amyndeon Ag. Panteleimon. 53200, 2015, 0,75 l
frisch & würzig

Griechenland, Macedonia, Amynde

Reifer oder junger Wein: Zwei Plädoyers

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Pro reifer Wein

Ich seh’ es schon kommen: Wer sich für reife Weine begeistert, gilt schnell als Snob – oder, noch schlimmer – als jemand, der sich an Gestrigem berauscht. Dass mein Sparringspartner in dieser Ausei-nandersetzung Christoph Teuner ist, dieser Großmeister der unterhaltsam vorgebrachten und somit im Schafspelz daherkommenden Tiefgründigkeit, lässt mein Ansinnen von vornherein aussichtslos erscheinen: nämlich dafür zu werben, seine Flaschen mit Geduld reifen zu lassen, ehe man ihnen den Korken zieht.

Ulrich Sautter ist Wein-Chefredakteur bei Falstaff Deutschland und trinkt gerne reife Weißweine.

© Florian Bolk

Versuchen will ich mein Plädoyer aber trotzdem. Denn mich treibt der Verdacht um, dass wir mitten
in einer gigantischen Konditionierung stecken: ausgesetzt einer Inflation immer grellerer Reize. Dabei erhöht sich nicht nur die Schlagzahl des Alltags, auch unsere Mahlzeiten werden immer süßer, immer salziger und immer schärfer – meist mit dem Ziel, möglichst schnell und beiläufig gegessen zu werden. Und unsere Weine? Sind in drei Vierteln aller Fälle so »gemacht«, dass sie sofort nach der Abfüllung den Appeal des Leckeren besitzen.

Dabei beginnt doch erst mit der Reife das eigentliche Vergnügen. Sie lädt dazu ein, Zwischentönen nachzuspüren. Sie begrenzt den Geltungsdrang des Weins, wenn er eine Speise begleiten soll. Und sie durchbricht den Teufelskreis, der darin besteht, dass wir immer stärkere -Reize benötigen, weil starke Reize unsere Sinne stumpf gemacht haben.

Dabei verteidige ich gar nicht die Nostalgie des »Früher war alles besser«. Doch die subtile Oxidation eines Sherrys, die Edelfirne eines gut gereiften Rieslings, die unverwüstliche Frische eines alten Champagners: Diese wohltuenden Folgen der Zeit entkleiden den Wein von allen Zufälligkeiten, die ihm am Beginn seines Lebenswegs widerfahren sind – unweigerlich, weil Winzer Kinder ihrer Zeit sind. Doch nach Jahren und Jahrzehnten in der Flasche steht der Wein schließlich bar und nackt vor einem und lässt sich in seiner ganzen Naturschönheit erkennen. Das, so finde ich, ist nicht zu toppen.

Pro junger Wein

Der bekennende Jungwein-Trinker Christoph Teuner ist Herausgeber vom deutschen Falstaff.

© Manfred Klimek

Selber schuld! Wenn man im Gespräch mit Falstaff-Weinexperten eine Lanze für jüngere Weine bricht, provoziert man die Frage: Und warum bitteschön? Unterton: Wie kommt der auf so eine absurde Idee? Also stürze ich mich todesmutig in das Duell mit unserem viel kenntnisreicheren Wein-Chefredakteur Uli Sautter. Vorab eine Klarstellung: jüngere Weine – das heißt, nicht zu junge Weine. Aber wenn ich lese: »trinkbar von 2017 bis 2027«, dann bin ich fürs frühe Trinken. Aus Gründen der Weltsicht. Zu hochtrabend? Aus Gründen der Hoffnung. Zu sentimental? Wein trinken ist für mich so, als spräche ich mit einem Menschen. Ich mag es, einem weisen Herrn zuzuhören. Lehrreich, ja. Trotzdem ein Gespräch über Vergangenes, Vergilbtes. Lieber spreche ich mit einem jungen Menschen, der sprüht vor Hoffnung und Plänen. Dessen Leben vor ihm liegt und der noch nicht weiß, wohin es ihn verschlagen wird. Frische, Unverbrauchtes! So viel Raum für Fantasie, für Träume! Das regt an, nicht nur die Papillen, auch den Geist. Genuss ist für mich Kopfkino, Breitwand und 3D.

Mit dem nächsten Argument mache ich mich bei Herren wohl unbeliebt und bei Damen beliebt. Weintrinker (männlich) und gereifte Weine sind nämlich eine schwierige Kombination. Zu häufig sind das Größer-besser-schneller-Veranstaltungen, bei denen Begriffe wie »23 Jahre altes Virginia-Sattelleder«, »in Walnussholz gereifter persischer Tabak« oder »Hauch von überreifen neuseeländischen Zwerg-Stachelbeeren« durch den Raum fliegen. Das verdirbt mir die Freude, die nuancenreiche ältere Weine bringen. Zum Schluss möchte ich einen Kronzeugen zitieren, mit dem ich weibliche Sympathien wieder verspiele: den alten Chauvi Don Giovanni. Von dem sagt sein Diener Leporello, er liebe alle Frauen – blonde und brünette, einfache Mädchen und Adelige, schöne und hässliche. Aber: »Sua passion predominante è la giovin principiante.« Debütantinnen! Ich stoße an auf den Don, mit einem Glas Marzemino, einem jung zu trinkenden Rotwein aus Norditalien.

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Weine mit ausgezeichneter Qualität – von Weinexperten gelobt, von Weinfreunden geliebt, von Falstaff prämiert

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Ob ein Wein gut oder weniger gut schmeckt, ist immer vom individuellen Geschmack abhängig. Wer jedoch keine Zeit hat, einen Tropfen nach dem anderen in gemütlicher Atmosphäre persönlich zu verkosten, sondern schnell und unkompliziert einen edlen Wein für einen ganz besonderen Anlass sucht, dem erleichtern die Falstaff-Auszeichnungen auf vielen unserer Weinflaschen die Entscheidung.

Zum festlichen Essen einen Edition Fritz Keller Baden Spätburgunder genießen oder pünktlich um Mitternacht mit dem prickelnden VEUVE MONSIGNY® Champagner auf das neue Jahr oder den Geburtstag anstoßen: Was schon vielversprechend klingt, bestätigt sich spätestens im Praxistest – die Weine von ALDI SÜD garantieren außergewöhnliche Genussmomente.

Dass unsere edlen Tropfen einfach ausgezeichnet schmecken, finden übrigens nicht nur wir selbst und die vielen Weinliebhaber unter unseren Kunden, sondern auch die Experten des renommierten Fachmagazins Falstaff. Gleich mehrere unserer Weine wurden von den ausgewiesenen Weinkennern mit herausragenden Noten bewertet – und es werden immer mehr!

Ob erfrischender Weißwein aus unserem Standardsortiment oder vollmundiger Rotwein, der sich nur zu ganz besonderen Anlässen in unseren Filialen findet: Wenn Sie das nächste Mal eines unserer Fläschchen in den Händen halten und die Falstaff-Auszeichnung entdecken, wissen Sie, dass nach dem Öffnen ein ganz besonderes Geschmackserlebnis auf Sie wartet.

Kennen Sie Falstaff?

Falstaff  ist das Magazin für all diejenigen, für die Genuss kein Fremdwort, sondern eine Lebenseinstellung ist. Gleich achtmal pro Jahr entführen die anerkannten Wein- und Genussexperten ihre Leser in die wunderbare Welt der exzellenten Weine und außergewöhnlichen kulinarischen Genussmomente. Regelmäßig werden Neuheiten auf dem Weinmarkt verkostet. Die besten Weine erhalten „Falstaff-Punkte“, die als Orientierungshilfe am Weinregal dienen. In der verwendeten Skala von 100 Punkten müssen die Weine mindestens 85 erlangen, um eine Falstaff-Empfehlung zu erhalten. Eine Bewertung von 90 Punkten und mehr erhalten nur absolute Top-Weine.

  • 100           |  nicht zu übertreffen
  • 95 – 99   |  absolute Weltklasse
  • 90 – 94   |  ausgezeichneter Wein, unter den besten Weinen des Jahrgangs
  • 85 – 89   |  gut bis sehr gut

Eine ausgezeichnete Qualität ist uns einfach besonders wichtig, damit Sie in vollen Zügen genießen können! Noch mehr Informationen über den Qualitätsanspruch von ALDI SÜD finden Sie unter aldi-qualitaet.de.

Entdecken Sie auch unseren Weinberater. Er hilft Ihnen nicht  nur bei der Suche nach unseren prämierten Weinen, hier finden Sie auch passende Weine zu Ihrem Essen, vegane Weine und noch mehr.

Einfach frühlingshaft

Diese Falstaff-prämierten Spitzenweine finden Sie im ALDI SÜD Sortiment:

Schaumweine in bester Qualität:

Veuve Monsigny Champagner AC Brut – 90 von 100 Falstaff-Punkten

Prosecco Spumante DOC – 88 von 100 Falstaff-Punkten

Marquis de Beaucel Crémant de Bordeaux Rosé – 87 von 100 Falstaff-Punkten

Roséwein mit Bestnoten:

Coteaux d’Aix en Provence Rosé – 85 von 100 Falstaff-Punkten

Ausgezeichnete Rotweine:

Médoc AOC Rothschild – 90 von 100 Falstaff-Punkten

Falesco Appunto Rosso Lazio – 89 von 100 Falstaff-Punkten

Wolf Blass Shiraz Australien – 89 von 100 Falstaff-Punkten

Weißweine in hochwertiger Qualität:

Edition Fritz Keller Baden Weißer Burgunder – 89 von 100 Falstaff-Punkten

Teruzzi & Puthod Acinaia – 89 von 100 Falstaff-Punkten

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Der Wein-Guide für Ihren nächsten Mädelsabend

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Welche Frau kennt und liebt es nicht: Einfach mal für einen Abend die Männer aus dem Haus verbannen und stattdessen die besten Freundinnen einladen. Egal ob mit oder ohne Schnulzenfilm: Gemeinsam gemütlich auf dem Sofa sitzen und Neuigkeiten austauschen ist die Hauptsache. Neben Süßkram und Knabbereien dürfen natürlich auch ein leckerer Wein oder der obligatorische Sekt nicht fehlen. Mit unserer prickelnden Weinauswahl wird Ihr nächster Mädelsabend garantiert ein geselliges Event.

Wein für den Mädelsabend

Willkommene Gäste in der Mädelsrunde

Vor allem in der aktuellen Jahreszeit, in der die Tage kürzer und die Abende länger sind und es draußen so richtig kalt ist, macht ein gemütlicher Mädelsabend besonders Spaß: Kuschelig in eine Wolldecke gewickelt auf dem Sofa liegen und gemeinsam Pläne für den Sommer schmieden, die bevorstehende Hochzeit der Freundin diskutieren und das Geburtstagsgeschenk für die Mama überlegen – mit den Liebsten ist es einfach am schönsten.

Zu einer geselligen, lustigen Runde unter Frauen gehört natürlich auch etwas Prickelndes, um auf das Leben und die Freundschaft anzustoßen. Worauf Ihre weiblichen Gäste dabei garantiert nicht verzichten wollen, ist ein köstliches Glas Wein oder ein spritziges Gläschen Sekt.

Wie wir aber alle wissen, kann die Weinwahl auch gerne mal ein Diskussionsthema sein. Die einen Mädels mögen es rosig und lieblich, die anderen trockener und wieder andere mögen die prickelnde Alternative im Sektglas. Wir haben für Sie eine kleine Auswahl zusammengestellt, mit der Sie Ihre Liebsten garantiert glücklich machen und für eine lustige Runde sorgen. Hier ist für jede Weinvorliebe und jeden Geschmack etwas dabei.

Der perfekte Abend unter Freundinnen: Unsere Weinempfehlungen

Zur Einstimmung in den Abend passt am besten eine fruchtige Erfrischung wie ein  Rosé, bei dem Sie in Ruhe kochen, schnippeln und die leckeren Kleinigkeiten für den Abend zubereiten können. Wenn Sie Früchte wie Erdbeere und Holunder mit einem sanften Hauch Minze mögen, dann ist ein gekühltes Glas unseres Hugo Rosé der ideale Einstieg.

Die prickelnde Alternative zum Roséwein ist dabei ein ebenso erfrischender Rosésekt, wie z.B. unser Auerbach Sekt Rosé, der vor allem durch seinen himbeerigen Duft betört.

Bei einem Mädelsabend mit den besten Freundinnen widmet man sich vor allem den schönen Dingen des Lebens – allen voran Schokolade! Zur süßen Versuchung empfehlen wir Ihnen einen lieblichen Dessertwein wie unsere Mädchentraube: Mit ihrem zarten Duft nach Blumen und Zitrusfrüchten hebt sie das süße Geschmackerlebnis ideal hervor. Auch die gleichzeitig praktischen Mini-Dosen Secco/Rosato sind nicht nur ein niedlicher Hingucker, sondern auch ein fruchtiges Geschmackserlebnis, das perfekt zu Ihrer Nachspeise passt.

Sie wollen Ihren Gästen ebenso eine trockene Variante anbieten? Dann probieren Sie doch unseren eleganten Auerbach Sekt trocken: Mit diesem Sekt lässt sich auf jedes Thema und jede Gelegenheit anstoßen. Auch einen hervorragenden Rotwein aus Down Under haben wir für Sie in petto: Der würzige Shiraz Cabernet Australien mit der intensiven Beerennote passt hervorragend zu kleinen Käsehäppchen und Snacks.

 

Und los geht’s – genießen Sie den Abend!

Schon den nächsten Mädelsabend geplant?

Diese sinnlichen Tropfen dürfen auf Ihrer Weinliste nicht fehlen

Prickelnd

Auerbach Sekt Rosé

Sonstige

Hugo Rosé

Prickelnd

Sekt trocken

AUERBACH

Rotwein

Shiraz Cabernet

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Was gibt es Neues aus der Welt der Weine?

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Wein hat immer Hochsaison: Ob als Speisenbegleiter zu ganz besonderen Menüs, als elegantes Mitbringsel zur nächsten Feier oder willkommenes Geburtstagsgeschenk für alle Weinliebhaber und -kenner – wer überraschen möchte, macht sich mit den neuesten Trends aus der Welt der Weine vertraut.

Neue Trends aus der Welt der Weine

Lange schien die „Weinwelt“ klar geregelt. Es gab eindeutige Abgrenzungen zwischen Sorten, Herkunftsregionen und Aromen, daneben Regeln, welcher Wein wozu getrunken wird und wie man ihn am besten erzeugt und lagert. Doch die Zeiten haben sich geändert. Das Angebot für die Konsumenten ist durch die Globalisierung nahezu explodiert. Wer sich in diesem Dschungel behaupten will, muss schon etwas ganz Besonderes oder Unverwechselbares bieten.

Weintrend: Konzeptweine

Sich änderndes Klima und häufige Wetterkapriolen fordern die Winzer. Naturbelassene Weingärten zeugen von dem klaren Bekenntnis „zurück zu den Anfängen“ in Zeiten der Industrialisierung. „Konzeptweine“ sind das erfrischend-freche Ergebnis. Alte, schon vergessene Techniken werden wieder hervorgeholt und Rebsorten, die lange Zeit ein Nischendasein geführt haben, entwickeln sich auf einmal zum Renner.

Weintrend: Bio- und vegane Weine

Und dann ist da noch der Zeitgeist (Bio- und Veganwelle), an dem sich die Wünsche der Weintrinker orientieren. Die Folge ist ein frischer Wind auf dem Weinmarkt. Der Nachfragetrend zu naturbelassenem, veganem Genuss hält auch in den Weinkellern Einzug. Hier greift der Winzer zu alternativen Methoden, damit Sie auch mit veganer Ernährung nicht auf ein gutes Glas Wein verzichten müssen: Statt den Wein mit den üblichen tierischen Produkten wie Gelatine, Fischblase oder Eiklar zu klären, werden beim Ausfiltern der Schwebstoffe von veganem Wein alle tierischen Stoffe durch pflanzliche Proteine ersetzt.
Dabei stammen die meisten unserer veganen Weine zusätzlich aus kontrolliert-biologischem Anbau: So dürfen Weine mit dem Bio-Siegel z.B. keine genetisch veränderten Inhaltsstoffe enthalten und auch der Einsatz chemischer Pestizide und Düngemittel ist streng reguliert.

Weintrend: Süßer ist das neue Herb

Weine mit Restsüße erobern zur Zeit die Herzen der Weintrinker, die aus ihrer Vorliebe keine Wissenschaft, sondern reine Genussmomente machen wollen. Die höhere Restsüße ist zwar an sich unauffällig, aber sie dient als Träger der Fruchtaromen, die dann samtiger und ausgeprägter erscheinen.

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Wein richtig verkosten – Tipps für die Weinprobe

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Sie haben bestimmt schon einmal das ein oder andere Glas Wein getrunken. Aber haben Sie auch schon einmal Wein richtig verkostet? Bei einer gekonnten Weinprobe gelangen Sie Schritt für Schritt zu großem Genuss. Eine Weinprobe ist ein Prozess, der sich aus vier Schritten zusammensetzt: dem Ansehen des Produktes, dem Schwenken des Glases, dem Riechen und dem Schmecken des Weines. Jeder einzelne Schritt ist letztendlich für das Geschmackserlebnis ausschlaggebend.

Die gute Nachricht: Sie benötigen keinen gut ausgestatteten Weinkeller, um eine Weinprobe auch zu Hause durchzuführen. Schon drei bis sechs Weine sind genug für einen geselligen Probierabend. Wählen Sie zum Beispiel Weine mit Gemeinsamkeiten für Ihre Weinprobe aus: gleiche Anbaugebiete, gleiche Rebsorten etc. So können Sie schöne Vergleiche ziehen. Aber auch bei der Verkostung völlig verschiedener Weine kann es spannend sein, die Unterschiede herauszuschmecken.

Probieren Sie Weißweine vor Rotweinen, trockene Weine vor lieblichen Weinen und leichte vor schweren. Auch die richtige Trinktemperatur ist wichtig, Angaben dazu finden Sie auf den Flaschenetiketten – und das passende Glas zu Ihrem Wein darf auch nicht fehlen. Jetzt noch stilles Wasser und einfaches Weißbrot zum Neutralisieren bereit stellen und die Weinprobe kann losgehen.

Anstoßen mit ALDI SÜD

Tipp

Verkosten Sie Wein nicht, wenn Sie hungrig sind, denn dann ist Ihr Geschmackssinn abgestumpft.

Ansehen

Schauen Sie von oben ins Glas. Welche Farbe hat der Wein? Halten Sie ihn auch gegen das Licht.
Gucken Sie sich den Wein genau an, denn schon seine Farbe verrät etwas über Alter und Rebsorte. Ein junger Rotwein ist beispielsweise eher violett oder hat einen Blaustich. Wenn der Wein älter ist, ist seine rote Farbe heller. Für Weißweine gilt: ein heller Weißwein schmeckt leicht und frisch, tiefere Gelbreflexe versprechen einen volleren Geschmack. Bernsteinfarbene Weißweine sind süß.

Schwenken

Bevor Sie an dem zu verkostenden Wein riechen, lassen Sie das Glas vorsichtig lässig kreisen und halten es dabei schräg, denn so vergrößert sich die Oberfläche und mehr Aromastoffe können freigesetzt werden.

Riechen

Fruchtig, würzig, rauchig, blumig, holzig – wie riecht der Wein? An was erinnert sein Geruch? An welche Früchte – rote, frische oder getrocknete? Mit Hilfe dieser Fragen entsteht eine kleine Liste, mit der Sie den Wein beschreiben können. Der Schritt des Riechens ist für die Weinprobe besonders wichtig, den unser Geruchssinn hat einen großen Einfluss auf unsere Wahrnehmung.

Schmecken

Nun dürfen Sie den Wein endlich probieren! Nehmen Sie einen guten Schluck, den Sie aber nicht sofort herunterschlucken. So können alle Bereiche der Zunge den Wein schmecken. Atmen Sie auch intensiv durch die Nase ein, um alle Aromen wahrzunehmen. Nach etwa 15 Sekunden schlucken Sie den Wein herunter oder spucken ihn in ein dafür vorgesehenes Gefäß. Wenn Sie mehrere Weine verkosten ist das Ausspucken des Weines zu empfehlen. So behalten Sie erstens länger einen klaren Kopf und können zweitens auch ohne Probleme die Aromen der anderen Weine wahrnehmen.
Lassen Sie den Eindruck, den der Wein an Ihrem Gaumen und in Ihrer Nase hinterlassen hat auf sich wirken. Ist der Wein leicht oder schwer? Kräftig oder sanft? Fruchtig oder herb? Hat er eine dominante Säure oder spürbare Gerbstoffe (Tannine)? Diese erkennen Sie an einem pelzigen Geschmack, den der Wein auf der Zunge hinterlässt. Beschreiben Sie den Wein mit Ihren eigenen Worten. Die Sprache der Weinprofis müssen Sie nicht beherrschen. Die wichtigste Frage die Sie sich bei einer Weinprobe stellen sollten, ist aber: Mag ich den Wein oder nicht? Ihr persönlicher Eindruck ist ausschlaggebend, ganz egal, ob der Wein nun kräftig oder lieblich schmeckt!

Viel Spaß bei Ihrer nächsten geselligen Weinprobe! Viele leckere Tropfen finden Sie bei ALDI SÜD. Unser Weinberater hilft Ihnen bei der Auswahl.

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Wachau: Wein in Bestform

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2015 war in China das Jahr der Ziege, hierzulande jenes der Badehosen & Bikinis: Die Sonne strahlte vom Himmel, als sei sie dort festgenagelt. Die Rekordtemperaturen sorgten auch in der Weinwelt für helle Aufregung. Vom besten Jahrgang seit zehn Jahren ist die Rede. Wir haben uns in die zum Niederknien schöne Wachau aufgemacht und im Nikolaihof, in der Domäne Wachau und im Kartäuserhof auf den Busch geklopft.
*Angi Huber

Nikolaihof

Nikolaus Saahs ist 36. Der Bart hilft dabei, ihm das auch zu glauben. Vor zehn Jahren hat der Winzer den Nikolaihof übernommen, einen traditionsreichen Familienbetrieb. Damals zur Hälfte, vor kurzem dann ganz. „Jetzt bin ich der Chef“, schmunzelt einer, der froh ist, mit dem Vater in punkto Wein auf einer Linie zu sein. Der Nikolaihof setzt bereits seit vielen Jahrzehnten auf Bio. „Der Papa hat ursprünglich aus der Not heraus biologisch gewirtschaftet. Für Spritzmittel war kein Geld da. Irgendwann wollte er nicht mehr anders, hat den nächsten Schritt gesetzt und auf Demeter gebaut. Das war 1971.“ Riesling, Veltliner, Neuburger, Chardonnay, Muskateller und Gewürztraminer bedanken sich herzlich dafür – auch für das verlängerte Schläfchen, das sie im Nikolaihof halten dürfen. Der Wein brauche schließlich Zeit, um sich zu entwickeln. Das sei beim Käse nicht anders: „Der ist auch erst gut, wenn er abgelaufen ist.“ So kommt’s, dass im Nikolaihof Weine in Flaschen gefüllt werden, die zuvor 17 Jahre im Fass gelegen sind. Ob ein trockener Riesling denn so etwas gut verträgt? Glaubt man Robert Parker, dann ja. Sensationelle 100 Punkte gab es für den Riesling Vinothek 1995. Der kam 2012 auf den Markt und war auch gleich vergriffen. Schon schön sei das gewesen und eine Bestätigung für den Herrn Papa. „Er hat einfach nie das produziert, was gefragt war. Schwere Weine zum Beispiel. Dafür wurde er immer kritisiert.“ Die 100 Parker-Punkte waren auch nicht die letzte Auszeichnung mit Gewicht. Beim International Wine Report, bei dem die 100 besten Weine der Welt gelistet werden, landete der Steiner Hund 2010 auf Platz 4. Gleichzeitig war er bei den Weißweinen der am besten bewertete. Chapeau! „2015 war ein herausragendes Jahr, außergewöhnlich heiß und trocken. Ich bin gespannt, wie meine Kollegen damit umgegangen sind“, gibt sich Niki Saahs der Neugier hin. In seinen eigenen Weingärten herrschte zwei Wochen lang Stillstand. „Der Stock hat sich wohl gesagt: Mir ist das zu heiß hier, ich wachse jetzt mal nicht.“ Das hat sich auf den Erntezeitpunkt ausgewirkt, der sich diesmal nach hinten verschoben hat. „Normalerweise ernten wir durch die Demeter-Landwirtschaft früher als andere Winzer. Eine frühere Reife bedeutet weniger Zucker im Wein und damit weniger Alkohol. Unsere Weine – selbst die Smaragde – sind leicht, aber trotzdem ausdrucksstark.“

Domäne Wachau

„Meinen ersten guten Wein habe ich mit Mitte 20 getrunken. Das war ein Riesling aus der Wachau. Geschmeckt hat mir der damals nicht. Aber nur, weil es ein gereifter war, und die sind mit ihren Tankstellenaromen doch speziell. Die Erfahrung war in jedem Fall so interessant, dass ich mir mein erstes Weinbuch gekauft habe.“ Ein paar Hundert Weinbücher später steht Roman Horvath vor dem barocken Kellerschlössel der Domäne Wachau in Dürnstein. Seit zehn Jahren ist er hier Weingutsleiter. An seiner Seite: Heinz Frischengruber. Der stammt aus einer Wachauer Winzerfamilie und stellt in der Domäne den Kellermeister. Zu tun gibt’s dort genug: Die Domäne Wachau ist eine Vereinigung von 250 Winzerfamilien, Weinbaubetrieben und Weingartenbesitzern. Jeder bewirtschaftet seinen mehr oder minder großen Flecken selbst, hält sich aber an die strengen Parameter. Strictly forbidden sind beispielsweise Insektizide. „In der Wachau zählen wir mittlerweile zu den Progressiven. Wir probieren vieles aus, setzen auf Stile abseits der klassischen Wachauer Weine“, erzählt Heinz. Auch, dass 2014 ein Jahr war, in dem es ans Eingemachte ging. „Gleichzeitig hat es uns geerdet. Manche sind ja schon in den Himmel aufgefahren.“ 2015 folgt dann die Wohltat: Eine schöne Blüte, keine Katastrophen, nur ein bisschen Hagel eine Woche vor der Sonnenwende. „Der hat aber nichts angerichtet.“ Ende August spendiert Petrus auch noch etwas Regen. „Zum Glück, sonst wäre es doch noch dramatisch geworden. Bei der Lese hatten wir dann ein sehr gesundes Traubenmaterial, konnten runterzwicken, was wir wollten.“ Runtergezwickt wird in der Domäne Wachau mit der Hand. Die Betriebe haben im Schnitt eine Größe von ein bis zwei Hektar, manche bewirtschaften nur ein paar Terrassen. Das kommt der Qualität des Weins freilich zugute. Zugute kommt dem Wein auch die Wachau. „Was die Natur der Wachau zu bieten hat, ist großartig, sowas gibt’s nur in wenigen Regionen auf der Erde. Dass wir hier einige der besten Weingüter weltweit haben, ist kein Zufall.“

Kartäuserhof

Was an der Wachau außergewöhnlich ist, wollen wir von Karl Stierschneider wissen. Er schwingt das Zepter über dem Kartäuserhof, und der steht in Weißenkirchen. „Unsere Kleinheit. Die spezielle Art, Wein zu machen. Und die Menschen!“ Der Wachauer ist eigentlich ja ein Waldviertler, und der sei, so Karl, an sich verschlossen. Das würde allerdings nicht für den Wachauer gelten! Der habe früh gelernt, sich und sein Haus Fremden zu öffnen. 124 verschiedene Rieden mit Böden, die sich zum Teil alle paar Meter ändern, ergeben in und für die Wachau ein komplexes Bild. „Die Lage Achleiten bringt beispielsweise rauchige, mineralische Noten in den Wein, der Steinriegel schiefrige, fast deutsche“, erzählt Karl, der 2015 gleichermaßen von der Sonne geküsst wurde. „2015 war genial. Wir hatten eine tolle Reife und ein herrliches Wetter beim Lesen. Vom Hagel sind wir zum Glück verschont geblieben.“ Die Weine des Kartäuserhofs sind komplex und kräftig ausgefallen – wobei selbst die Federspiele bei zwischen 12,5 und 13 Volumenprozent liegen. Das sei „heavy duty“, da müsse man beim Weinkosten wieder was vertragen können. Karl Stierschneider freut sich nicht nur über 2015, er kann sich auch für das schwierige Jahr 2014 erwärmen. Trauben hätte er kaum verloren, und auch die Qualität der Weine sei über Strecken herausragend. So kommt’s, dass sein 14er mittlerweile ausverkauft ist. Dass er sich am Geschmack der Konsumenten orientiert, verhehlt Karl Stierschneider nicht. „Ich bin nicht der Typ, der sagt: Ich habe hier einen Wein, der mir schmeckt. Es saufe ihn der, der ihn mag, der andere lasse ihn stehen. Man muss sich schon nach den Kunden richten.“ Was, abgesehen vom Wein, die schönen Dinge in Karl Stierschneiders Leben sind? „Meine Ricky natürlich. Und Schuhe! Ich habe über 120 Paare …“

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Korken oder Drehverschluss?

QuelleBestimmt ist es Ihnen auch schon aufgefallen: Mittlerweile stehen immer mehr Flaschen mit Drehverschluss in den Regalen. Während die einen die neue Verschlussvariante bereits feiern, sind die anderen immer noch skeptisch und greifen lieber zum bewährten Korkverschluss. Als Laie fragt man sich natürlich: Welche Variante ist die bessere? Wir haben bei einem echten Experten nachgefragt – Winzer und Sternegastronom Fritz Keller aus Oberbergen im Kaiserstuhl.

Winzer und Sternegastronom Fritz Keller aus Oberbergen im Kaiserstuhl

Herr Keller, Korken oder Drehverschluss, wofür schlägt Ihr Herz?

Ganz klar für den Drehverschluss. Deshalb finden Sie in unserem Weinkeller auch nur noch wenige Flaschen, die mit einem Korken verschlossen sind. Das sind die Weine, die sehr lange lagern, bevor sie getrunken werden. Im Laufe der Jahre brauchen sie u. a. einen Sauerstoffaustausch und der ist eben nur bei dem Naturmaterial Kork gegeben.

Woher kommt Ihre Vorliebe für den Drehverschluss?

Ich sehe einfach die vielen Vorteile, die der Drehverschluss bietet, gerade auch für den Weintrinker. So kann ich eine Flasche mit Schraubverschluss auch problemlos öffnen, wenn ich gerade keinen Korkenzieher zur Hand habe. Und wenn die Flasche nicht direkt leer gemacht wird, ist sie auch schnell wieder zugeschraubt und kann am nächsten Tag weitergetrunken werden. Beides ist mit einem Korkverschluss nicht so leicht möglich. Für mich als Winzer zählt natürlich auch noch die geschmackliche Qualität, die bei einem hochwertigen Drehverschluss absolut gegeben ist.

Schmecke ich als Laie überhaupt einen Unterschied?

Wenn sie einen einwandfreien Korken und einen guten Drehverschluss haben, werden Sie wahrscheinlich keinen geschmacklichen Unterschied feststellen. Allerdings kann ein Naturkorken gelegentlich fehlerhaft sein und den Wein mit einem sogenannten „Korkschmecker“ verderben.

Was sagen Sie, hat sich der Drehverschluss mittlerweile durchgesetzt?

Auf jeden Fall. Bei Weinkennern ist der Drehverschluss längst die erste Wahl und auch diejenigen, die einfach ab und an gerne einen guten Wein trinken, haben ihre anfängliche Skepsis mittlerweile überwunden.

Warum hat es der Drehverschluss denn anfangs so schwer gehabt?

Die geringe Materialqualität der ersten Modelle hat dem Drehverschluss anfangs ein schlechtes Image beschert. Mit den modernen Long-Cap und Stelvin-Verschlüssen gehört diese Sorge aber endgültig der Vergangenheit an. Sie können sich Ihren Wein also guten Gewissens aus einer Flasche mit Drehverschluss schmecken lassen! Das Ritual des Entkorkens der Flasche mit dem Korkenzieher entfällt hier natürlich.

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Maximilian Riedel: Hansdampf in allen Gassen

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Kein anderer Name wird in Österreich so sehr mit stilvollem Weingenuss assoziiert wie der Name Riedel. Wir haben bei Maximilian Riedel auf den Busch geklopft.
Von Angi Huber*

Er ist 38, verheiratet und Jungfrau im Sternzeichen: Maximilian Riedel. Jawohl. Der Riedel und damit Spross jener Familie, die schon seit elf Generationen Gläser fertigt. Mit 23 Jahren zieht Maximilian Riedel in die USA, wird zum „Vice President“ von Riedel Crystal of America, zwei Jahre später erfolgt dann die ersatzlose Streichung des „Vice“. Während seiner Zeit in Übersee macht er Nordamerika zum wichtigsten Exportmarkt des Unternehmens. 2013 landet er wieder in Kufstein und übernimmt mit Riedel ein Unternehmen, das 1.200 Mitarbeiter zählt und als Synonym für eine stilvolle Glaskultur steht. „Dass Sie das so sagen, freut mich, das war auch immer Ziel meiner Karriere“, erklärt der Tiroler im Interview. Priorität haben bei Riedel Gläser, die praktisch sind und bei der die Form der Funktion folgt. Das Aussehen sei – so Riedel – nicht ausschlaggebend.

Die Frage, ob der Wein rot ist oder weiß, das Glas folglich einen dicken Bauch braucht oder nicht, greift bei Riedel viel zu kurz. Hier vergönnt man jeder Traube ein eigenes Glas. Jetzt mal ehrlich: Ist das nötig? Fühlt sich ein Chardonnay nicht auch dort wohl, wo’s dem Riesling passt? „Sie wären überrascht, wie groß die Unterschiede im Geschmack sind.“ Die Textur des Weines verändere sich – doziert der Mann aus den Bergen – aufgrund des Fließverhaltens vom Glas auf den Mund und weiter über den Gaumen. Das Ausschlaggebende sei dabei der Mundranddurchmesser. „Wir entwickeln, und das macht uns einzigartig, unsere Gläser über die Sinne. Wir probieren, tasten, fühlen, analysieren tiefgehend.“

Prall gefüllt

Maximilian Riedel ist – wie er selber sagt – ein Hansdampf in allen Gassen, sein Terminkalender ist prall gefüllt. Man könne ja schließlich nur mitreden, wenn man etwas selber erlebt und erfahren habe, befindet der 38-Jährige, für den die Profession längst zur Passion geworden ist. Bei seinem Vater Georg Riedel läuft dieselbe Platte: „Der ist seit zwei Jahren in Pension. Was tut er? Sitzt vor seinem Laptop und entwickelt neue Gläser.“ Freilich weiß der Mann, für den Disziplin an erster Stelle steht, auch um die Gefahren seines Jobs. Um vom Burnout auch weiterhin nicht gestreift zu werden, legt Riedel bewusst eine Distanz ein zwischen der Arbeit und seinem Zuhause. Die zeigt sich auch in Kilometern: Eine Stunde hin und wieder retour geben ihm genügend Zeit, den Gang zurückzuschalten.

Ein Musterschüler war Maximilian Riedel keiner. „Autoritäre Persönlichkeiten hatte ich nie auf meinem Radar. Ich habe mich vor der Schule gedrückt und entsprechend darunter gelitten. Empfehlen würde ich das keinem.“ Schon mit zwölf lernt er das Handwerk von seinem Vater, steigt mit 18 ins Unternehmen ein. Freilich hat der junge Mann, der in der Zeit eines Niki Lauda und eines Gerhard Berger aufwächst, auch Träume. „Die Formel 1 war spannend, gefährlich, immer im Konnex mit schönen Frauen und Champagner.“ Dass das, was da leuchtet, bloß Schein ist, wird Riedel recht rasch klar. „Ich bin von dieser Richtung zügig wieder abgekommen.“

Ziemlich praktisch

Reifen wechseln, Lampen montieren, Waschmaschinen anschließen: Maximilian Riedel macht nicht nur praktische Weingläser, der ist auch selber so veranlagt. Als Fünfjähriger baut er die Spielzeugeisenbahn, an der sein Vater verzweifelt, alleine auf – erzählt der eloquente Tiroler mit viel Faible für Wein schmunzelnd.

Das ist es auch, was den Erfolg der Riedels ausmacht. Nicht die Eisenbahn, sondern der Wein. Bei den Riedels investiert man schon seit vielen Generationen in die Traube im Glas. „Wir haben dem Wein die Treue geschworen, haben uns verpflichtet, ihn so darzustellen, wie er ist, nämlich wunderbar.“

Riedel bläst nicht nur Gläser, er bricht auch Lanzen. Für INTERSPAR zum Beispiel. „Meine Frau, sie ist Brasilianerin, kauft oft bei INTERSPAR ein. Dort gibt’s immer frische Früchte und die besten Mangos. Auch die Weinauswahl ist grandios! Nicht nur sortenspezifisch, sondern auch in puncto Preis.“ Idealerweise ist der Wein, der in Riedels Weinglas landet, reif. Er kann gerne aus dem Burgund kommen oder aus Bordeaux. Eines muss er in jedem Fall nicht sein: teuer.

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Die besten Shiraz aus Neuseeland

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In der Weinwelt gleicht die Frage nach dem Unterschied zwischen Syrah und Shiraz noch immer einem philosophischen Diskurs. Lange Zeit war unklar, wie es um den Verwandtschaftsgrad der beiden Rebsorten bestellt sei, bis die University of California 1998 bewies: Beide Trauben sind genetisch identisch. Das befriedete die Gemüter allerdings nicht, sondern spaltete die Weinwelt in zwei Lager. Die einen sind Anhänger des eleganten französischen Syrah, und die anderen lieben den vollmundigen, wuchtigen Shiraz-Stil aus Australien. Wo sich Neuseeland in der Stilfrage positioniert, haben wir vor Ort recherchiert.

“Gimblett Gravels Syrah 2013” – Craggy Range, Hawkes Bay

Das Weingut“ Craggy Range“ liegt am Fuße des Te Mata Peaks im Westen der Nordinsel.  Im Jahre 1993 gegründet, zählt es mittlerweile zu den bekanntesten Weingütern Neuseelands und bespielt die gesamte Klaviatur von Pinot Gris bis Merlot. Kenner schwören seit über fünfzehn Jahren auf den Shiraz vom Weinberg „Gimblett Gravels“. Der 2013er-Jahrgang wird vor allem aufgrund seiner exotischen Aromen von schwarzem Pfeffer, Zeder sowie Anis geschätzt. Dunkle Beerennoten, feine Säure und mineralische Tannine umspielen den Gaumen, gefolgt von einem langen und trockenen Abgang.

Bei der Sydney International Wine Competition 2015 gewann der „Gimblett Gravels Syrah 2013“ eine Blue Gold Medaille. Der deutsche Importeur für Weine aus dem Hause Craggy Range ist die Pacific Wine Company.

“The Barnstormer Syrah 2013” – Alpha Domus, Hawke’s Bay

Wer vollmundige und fruchtige Shiraz bevorzugt, wird beim Weingut Alpha Domus fündig. Lakritz- und Pflaumenaromen bilden die Basis des Bouquets, während pikante Noten dem Rotwein Komplexität verleihen. Weiche Tannine sowie das lange Finale machen ihn zu einem exzellenten Begleiter für Lamm oder Rind.

“The Barnstormer Syrah 2013” gewann Doppel-Gold bei der Six Nations Wine Challenge und „Blue-Gold“ bei der Sydney International Wine Competition. Deutscher Vertriebspartner ist Vinexus Deutschland.

„Elephant Hill Syrah 2012“ – Elephant Hill, Hawke’s Bay

Bei einer Urlaubsreise 2001 verliebten sich Reydan und Roger Weiß in die malerische Landschaft rund um das Küstenstädtchen Te Awanga. Nur zwei Jahre später gründeten die Deutschen ihr Weingut „Elephant Hill“. Im Restaurant des repräsentativen Kupferbaus können die hauseigenen Weine bei Meerblick verkostet werden – mit ein wenig Glück begegnet Weinenthusiasten hier sogar Chef-Winzer Steve Skinner und erklärt den Aufbau seiner Weine persönlich.

Beim „Elephant Hill Syrah 2012“ handelt es sich um einen fleischigen Wein mit Sauerkirsch-, Himbeer- und Johannisbeeraromen.  Hinzu gesellt sich der feine Duft von schwarzen Oliven. Wer einen kompakten, zurückhaltenden Rotwein sucht, ist hier fehl am Platz. Alle, die viel in ihrem Glas entdecken wollen, liegen hingegen goldrichtig.

Deutscher Vertriebspartner von Elephant Hill ist Vendis Gastro. 

 „Trinity Hill 2012 Hawkes Bay Syrah” – Trinity Hill, Hawke’s Bay

Es wird gerne vergessen, dass es sich bei Hawke’s Bay um die älteste Weinregion Neuseelands handelt. Über hundert Jahre bevor Sauvignon Blanc in Marlborough aus dem Boden schoss, bauten französische Missionare hier Wein an, den sie gen Übersee verschifften. Mit seinem Hawkes Bay Syrah wollte John Hancock, Mitbegründer des Weinguts Trinity Hill, ein Stück des historischen Savoire-Faires wieder aufleben lassen. Süße Beeren, dunkle Pflaumen und zarte Veilchen steigen beim Schwenken in die Nase. Tiefrote Beeren und leichter Pfeffer kitzeln den Gaumen. Ein Shiraz mit Anspruch, der gerne noch zwei Jahre im Keller lagern darf.

Eine Flasche  „Trinity Hill 2012 Hawkes Bay Syrah” liegt bei rund 20 Euro. Der Deutschlandvertrieb erfolgt über Wine In Motion.

“Villa Maria Reserve Gimblett Gravels Syrah” –  Villa Maria Estate

Bei Villa Maria Estate handelt es sich um eines der führenden neuseeländischen Weingüter mit einer über fünfzigjährigen Geschichte.  Wer sich für einen „Gimblett Gravels Syrah” aus Hawkes Bay entscheidet, investiert in seinen zukünftigen Genuss. Rund zehn bis fünfzehn Jahre vorgeschlagene Lagerzeit machen die Sysrah-Weine von Villa Maria zu echten Liebhaberstücken, die den Vergleich zu internationalen Mitbewerbern nicht zu fürchten brauchen.

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Warum plötzlich alle Mädchen-Wein lieben

Outen Sie sich als Rosé-Fan? Trinken ihn sogar mit Eiswürfeln? Dann haben Sie eine Menge mit den Franzosen gemein. Dort wird Rosé inzwischen als eigenständige Weinkategorie anerkannt. Das hat Gründe.

Sie stehen plaudernd auf dem Bürgersteig oder sitzen auf den Terrassen der zahlreichen Cafés und Restaurants. Die Männer tragen Holzfällerhemden, die Frauen starkes Augen-Make-up und maskuline Mokassins mit dicken Sohlen. Freitag- oder Samstagabend ist in der Rue du Faubourg Saint-Denis Slalomlaufen angesagt. Denn die Straße, in der sich noch vor wenigen Jahren afrikanische Frisörsalons und pakistanische Video-Läden aneinanderreihten, ist derzeit das wahrscheinlich angesagteste Ausgehviertel von Paris. Hier treffen sich Frankreichs Hipster abends auf ein Bier, einen Cocktail oder einen Rosé.

Rosé-Wein ist im Kommen

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Einst als Kopfschmerzgetränk verschrien, wird in Frankreich inzwischen mehr Rosé- als Weißwein getrunken. „Im Sommer bestellen fast alle Gäste Rosé“, berichtet ein Kellner von „Comestible & Marchands de Vins“, einem Wein- und Delikatessengeschäft im 18. Arrondissement von Paris.

Neben Baguette und Baskenmütze sei Rosé mittlerweile zu einem neuen Symbol für die französische Lebensart geworden, urteilte kürzlich der Nachrichtensender BFM-TV. Denn Frankreich ist in Bezug auf Rosé gleich dreifacher Weltmeister. Das Land ist nicht nur der größte Rosé-Produzent der Welt, sondern auch der größte Konsument und Importeur, wie die neuesten Zahlen der internationalen Organisation für Rebe und Wein (OIV) belegen.

Der Rosé liegt im Trend

Der Rosé-Trend hat mittlerweile sogar die internationale Getränkeindustrie erfasst. Zu verdanken ist dieser weltweite Siegeszug jedoch hauptsächlich Frankreich. Fast jede zehnte Flasche Wein, die irgendwo rund um den Globus getrunken wird, enthält inzwischen Rosé. Der weltweite Rosé-Konsum ist seit 2002 um 20 Prozent auf zuletzt 22,7 Millionen Hektoliter gestiegen.

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Rund 30 Prozent davon werden in Frankreich und immerhin zehn Prozent in Deutschland getrunken. Vor allem in Frankreich sind sowohl Produktion als auch Konsum zwischen 2002 und 2014 stark gestiegen. So werden hier nicht nur 43 Prozent mehr Rosé-Wein als noch vor zwölf Jahren konsumiert, sondern auch 50 Prozent mehr davon produziert. Mit zuletzt 7,6 Millionen Hektolitern stammen 30 Prozent der Rosé-Weine weltweit aus Frankreich. Dies ist auch in deutschen Supermärkten nicht zu übersehen.

„Dieser Wein kommt vor allem bei jungen Leuten sehr gut an, weil er sowohl vom Geschmack als auch vom Preis her zugänglicher ist“, sagt OIV-Chef Jean-Marie Aurand. „Es ist sehr interessant zu beobachten, dass der Rosé-Konsum steigt und dass er saisonunabhängig wird“, meint Bernard Magrez.

Quelle: Infografik Die Welt

Er ist einer der größten Weinproduzenten Frankreichs und besitzt neben mehreren Weingütern in Bordeaux auch Château La Gueiranne in der Provence. Régis Deltil, ein Weinhändler aus Bordeaux, bestätigt diesen Trend. „Jeder Weinladen muss heute das ganze Jahr über eine gut bestückte Rosé-Abteilung haben“, sagt er.

Roséweine sind helle Weine aus blauen oder roten Trauben. Die Beeren sollen dabei nicht oder nur kurz auf der Maische, dem Gemisch aus Most, Beerenschalen und Traubenkernen, liegen. Je nach Länge dieses Kontakts ist der Roséwein unterschiedlich stark gefärbt.

Lange stiefmütterlich behandelt

Noch vor 20 Jahren dagegen wäre das undenkbar gewesen – gerade in Bordeaux, dem berühmten Anbaugebiet. Denn lange Zeit wurde Rosé-Wein nicht nur in Frankreich als saurer Fusel, als typisches Sommergetränk oder Mädchen-Wein belächelt. „In den Achtzigern wurde sogar gesagt, dass Rosé kein richtiger Wein sei“, erklärt François Millo. Doch das habe sich geändert, meint der ehemalige Generaldirektor des Branchenfachverbandes CIVP für Weine aus der Provence, dem größten und bekanntesten Anbaugebiet für Rosé-Weine in Frankreich.

Dass die gesamte Branche die rosafarbenen Tropfen inzwischen ernst nimmt, zeigte sich auch im Juni auf der Weinmesse Vinexpo in Bordeaux, einem der weltweit renommiertesten Fachtreffen. Erstmals seit der Gründung 1981 wurden auf der Vinexpo diesmal auch spezielle Verkostungen von Rosé-Weinen angeboten – ein Privileg, das bis dahin nur Rot- und Weißweinen vorbehalten war. Die Entscheidung der Messe-Organisatoren zeigt, dass die französische Spirituosenindustrie Rosé mittlerweile als eigene Kategorie anerkennt.

Bordeaux 2014 est arrivé

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Das Weinjahr 2014 war in Bordeaux eine Herausforderung: nach einem frühen, homogenen Austrieb herrschte ein kalter und ziemlich nasser Sommer, der den Reifeverlauf deutlich behinderte. Doch dann folgte der längste jemals aufgezeichnete Altweibersommer. Das Ergebnis: der Bordeaux 2014 ist der beste Jahrgang seit 2010!

Imberühmtesten Weinbaugebiet der Welt spielt Erfahrung eine tragende Rolle. Die Châteaux-Besitzer erhalten noch während der Ernte von Bordeaux- Fans unzählige Anfragen über ihren ersten Eindruck und ihre Einschätzung, wie der neue Jahrgang wird. Bis zum Frühjahr des folgenden Jahres wird eifrig weiterdiskutiert, bis die noch unfertigen Weine als Fassproben vom Fachpublikum bei der Primeur- Verkostung im April verkostet und bewertet werden. Man versucht, Parallelen zu früheren Jahrgängen zu erkennen. Wird der Wein zu den Top-Vintages wie 2010, 2009 und 2005 gehören? Oder kommt er den klassischen, kühleren Jahrgängen wie 2008, 2006 oder 2004 näher? Wird das „linke Ufer“ (Médoc) oder das „rechte Ufer“ ( Libournais) besser bewertet? Dieses Jahr hielt eine Überraschung bereit. Denn 2014 war alles anders!

Die Stars

Die Stars des Jahrgangs sind die Cabernet Sauvignon- Weine vom linken Ufer. Durch den langen Spätsommer erreichten die Trauben eine schöne physiologische Reife. Der finessereiche Cabernet Franc reifte einwandfrei und gilt als Geheimtipp des Jahrgangs. Nach einer strengen Selektion bei den Merlot-Trauben wurden samtige und füllige Weine produziert, und die Weißweine zeigen frische und fruchtige Aromatik mit feiner Mineralität.

Die Unterschätzten

Die unterschätzten Weißweine aus dem südlichen Graves-Gebiet entwickelten sich 2014 großartig. Sie verfügen dank des kühleren Sommers über feine Aromen und eine wunderschöne Fruchtigkeit. Hier bekommt man für kleines Geld ganz große Qualität: blitzsaubere Frucht, tolle Mineralität und schöne Länge zeichnen die seidig geschliffenen Weine aus. So wie etwa der Sauvignon Blanc vom Familienbetrieb Clos Floridene.
Das Weingut liegt etwa fünfzig Kilometer südlich der Stadt Bordeaux und gehört Denis Dubourdieu, der als erfahrener Weißweinerzeuger gilt. Seine fruchtige und füllige Cuvée aus Sauvignon Blanc und Sémillon reift für acht Monate in gebrauchten und neuen französischen Barriques und zählt zu den besten Weißweinen des Jahrgangs.

Wer ihn noch nicht hat …

Es gibt einige Betriebe, denen es 2014 gelungen ist, gute Qualität zum vernünftigen Preis anzubieten. Der Château Les Trois Croix in Fronsac wird von Patrick Léon geführt, der Erfahrung bei Mouton Rothschild und Lascombes sammelte, bevor er nach Fronsac kam. Wer keine Weine von ihm im Keller hat, sollte unbedingt mit dem 2014er beginnen.

Die Besten

Die besten Rotweine des Jahrgangs zeigen eine angenehme, kühlere Aromatik, sind füllig und vielschichtig mit fester Säure und kernigen, kräftigen Tanninen. Sie sind charmant und unverkennbar Bordeaux, die man ruhig in den kommenden acht bis zwölf Jahren genießen kann, während die kräftigen Jahrgänge wie 2010 noch im Weinkeller liegen.

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Blaufränkisch und seine Facetten

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Blaufränkisch hat sich hochgearbeitet. Von der hoch geschätzten regionalen Größe in Österreich, die aber außerhalb des Landes kaum jemand kannte, wird er immer mehr zu einem international anerkannten Mitspieler im Export. Grenzen setzen ihm die nur beschränkt verfügbaren Mengen – in Österreich gibt es 3.225 Hektar, etwa sieben Prozent der Gesamtrebfläche. Rund 3.000 davon findet man im Burgenland.

Blaufränkisch bleibt immer er selbst – würzig und dunkelfruchtig, mit lebendiger Säure wie aus saftigen Weichseln und mit einem stabilen Tanninrückgra ausgestattet. Je nach Terroir kehrt er aber eine andere Seite hervor. Genau diese Eigenschaft, nämlich den Charakter ihres Standortes im Weinglas nachvollziehbar zu machen, zeichnet eine große Rebsorte aus – zusätzlich zu ihrer Fähigkeit, gut zu reifen. Das Leithagebirge und das Südburgenland mit ihren auf Blaufränkisch basierenden Herkunftsweinen Leithaberg DAC rot und Eisenberg DAC sind seit vielen Jahren stilsichere Beispiele dafür, wie Blaufränkisch das jeweilige Terroir im Geschmack widerspiegelt.

Leithaberg DAC: Das letzte Stück Alpen

Das Leithagebirge an der Westseite des Neusiedlersees ist nicht nur das östlichste Ende der Alpen mit Gneis und Glimmerschiefer als Basis, sondern als ehemalige Brandungszone eines Urmeeres auch mit Muschelkalk durchsetzt. Auch heute findet man in den Weingärten noch Steine, in denen sich die Konturen von Fossilien nachvollziehen lassen. Der verwitterte Schiefer ermöglicht es, dass sich die Wurzeln tief in den Boden hinunterarbeiten. Auf den vor allem in oberen Hanglagen eindeutig leich-teren Bodentypen mit gutem Wasserabzug zeigt Blaufränkisch sein elegantes, subtiles Wesen mit etwas kühleren, rotkirschigen Fruchtaromen und einer ausgeprägten salzigen Mineralität. Besonders schön nachzuvollziehen ist dies in den vielen roten Leithaberg-DAC-Weinen. Diese Weine sind die herkunftstypischsten dieser Gegend und basieren in ihrer roten Version auf Blaufränkisch, gerade weil dieser hier an den Hängen des letzten Alpenausläufers eine eigenständige Qualität erreicht und die am häufigsten ausgepflanzte Rebsorte ist. Von Beginn an sollte Leithaberg DAC in der Reserve-Klasse mitspielen. Daher wurde immer besonderer Wert auf eine strenge Prüfung der DAC-Qualität im Rahmen der amtlichen Prüfnummer-Vergabe gelegt. Die Prüfer werden speziell auf den Leithaberg-Stil hin geschult und müssen sich mit fünf zu eins Stimmen einig sein, dass hier der typische Regionalstil getroffen wurde.

Eisenberg DAC: Pannonien mit einem Touch Adria

Im Süden des Burgenlandes befindet sich das Eisenberg-DAC-Gebiet. Der „Dornröschenschlaf“, den man diesem Gebiet bis in die frühen 1990er gerne nachgesagt hat, ist längst beendet und einer äußerst dynamischen Entwicklung gewichen, die vor allem von der neuen Generation getragen wird. Diese jungen Winzer konnten sich neben den wenigen „Grandseigneurs“ etablieren und belegen mit prachtvoller Konstanz, wie eigenständig der Blaufränkische hier werden kann.

Wie in einem Amphitheater öffnen sich die Ausläufer der Günser Berge in Richtung Süden. Deren Hügelkuppen nennen sich Königsberg, Hannerberg, Csaterberg und Eisenberg und weisen geologisch einen reichhaltigen Bodenmix aus: Eisenhältigen Lehm findet man am etwa 400 Meter hohen Eisenberg, dem historischen Namensgeber der Region, dazu kommen Grünschiefer und Kalk wie auch auf dem Csaterberg, der als zusätzliche Besonderheit Süßwasseropale aufweisen kann. Dolomit sowie Kalkund Tonschiefer findet man an den Hangflanken des Hannerbergs und Königsbergs. Tiefgründiger toniger Lehm an den Hangfüßen, dazu die pannonische Wärme mit einem Touch Adria, der durch die Südströmung hereinkommt, ergeben die Basis für einen rotfruchtigeren, sehnig-kraftvollen Typ Blaufränkisch mit feinwürziger, metallischer Mineralität.

In drei von insgesamt vier burgenländischen DACGebieten entschied man sich, diesen Herkunftscharakter speziell in Rot über Blaufränkisch auszudrücken. Nicht nur das macht diese Sorte zu etwas Besonderem.

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Chianti Classico – ein Chamäleon bekennt Farbe.

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La dolce vita

Die Region, die wohl am authentischsten das italienische Lebensgefühl einfängt, ist das Chianti Classico. Das mag an der traumhaften Landschaft mit ihren sanften Hügeln, ihrem warmen Licht und den antiken Castelli liegen, aber vor allem an den Weinen. Nirgendwo sonst wird aus der Paradesorte Italiens, der roten Rebsorte Sangiovese, diese mühelose Noblesse herausgekitzelt. In den neun Gemeinden, die zur Region gezählt werden, reagiert Sangiovese sensibel auf Terroir-Unterschiede und Weinbereitungsmethoden – sodass die Sorte in der Weinwelt zu Recht als wandelbares Chamäleon gilt.

Das Geheimnis des Geschmacks

Das Chianti Classico befindet sich zwischen Florenz und Siena. Das Klima ist gemildert kontinental, und dass die Trauben in Weingärten auf einem der vielen Hügel, auf 200 bis 700 Metern Höhe, kultiviert werden, hat großen Einfluss auf den späteren Geschmack. Je höher die Weinberge liegen, umso kühler sind die Temperaturen, und im Zusammenspiel mit der Ausrichtung zur Sonne entscheidet sich, wie weit das profunde Tanningerüst des Sangiovese weichgeschmolzen wird. Überhaupt ist das Chianti Classico insgesamt etwas kühler als die weiter im Süden gelegenen und ebenfalls für exzellenten Sangiovese berühmten Gebiete Brunello di Montalcino und Vino Nobile di Montepulciano. Weshalb der Chianti Classico im Vergleich dazu immer mit mehr Tanninbiss und mit mehr saftiger Säure ausfällt. Ein echter Chianti Classico muss einen im Finish noch mal heimtückisch beißen, bevor er mit seiner saftigen Kirschfruchtigkeit und ätherischen Kräuterduftigkeit elegant von der Bühne tritt.

Fortschritt durch Selektion

Früher mag diese Griffigkeit wohl zu extrem ausgefallen sein. Was vor allem an den ertragreichen Klonen lag, die in den 1960er- und 1970er-Jahren gepflanzt wurden. Mit dem Forschungsprojekt „Chianti Classico 2000“ hat man diese Probleme hinter sich gelassen. Penibel wurden in einem groß angelegten Versuch deutlich verbessertes Pflanzmaterial selektiert und Anbaumethoden getestet. Ein großer Fortschritt für die gesamte Region. Nichtsdestotrotz wurde schon immer versucht, das Tanningerüst des Sangiovese mit dem Verschnitt von anderen Rebsorten zu zähmen. Dafür können heimische Rebsorten verwendet werden. Da wäre z. B. Colorino, der den Weinen mehr Farbe mitgibt, oder der körperreiche Ciliegiolo, der die kirschfruchtigen Aromen des Sangiovese noch verstärkt. Weltläufigen Glanz bekommt der Sangiovese durch die Zugabe von internationalen Rebsorten. So mildert Merlot etwas die Strenge, während schon kleine Mengen Cabernet Sauvignon ausreichen, um den Verschnitt geschmacklich zu dominieren.

Philosophische Fragen

Ob ein Winzer den Sangiovese verschneidet oder ihn pur ausbaut, hängt ebenso mit der Betriebsphilosophie zusammen wie die Frage nach dem Ausbau. Seit dem Jahr 2013 hat das Chianti-Classico-Konsortium dafür neue Produktionsvorschriften erlassen. Eingeführt wurde eine dreistufige Qualitätspyramide, die neben geschmacklichen Standards auch die Reifezeit der Weine vorschreibt. Der nur zwölf Monate ausgebaute Annata etwa lebt von saftiger Frucht und Frische, während der länger gereifte Riserva und vor allem die Spitzenklasse Gran Selezione durch längeren Ausbau ein verwobenes Tanningerüst und ein komplexes Bouquet bekommen. Für den Geschmack sind allerdings nicht nur Ausbau und Verschnitt wichtig, ebenso spielt eine Rolle, in welcher der neun Gemeinden sich die Weinberge befinden. Denn jede der nach Dörfern benannten Sub-Regionen verfügt über ein einzigartiges Zusammenspiel von Boden und Mikroklima. Die Winzer verstehen es zudem, den Sangiovese so zu behandeln, dass er diese markanten Unterschiede auch geschmacklich darstellen kann.

Jedem Dorf seinen Chianti Classico

So befindet sich zum Beispiel das Weingut Vicchiomaggio auf den kühlen Lehmböden rund um das Dorf Greve. Im Verschnitt mit Sangiovese verwendet der Winzer John Matta heimische Rebsorten und baut traditionell im großen Holzfass aus. So entstehen tiefgründige, tabakwürzige und griffige Rotweine mit frischer Säure. Elegant fallen die Weine auf den Kalkböden im Val di Pesa aus. Badia a Passignanos eleganter, reinsortiger Sangiovese wird in ungarischer Eiche ausgebaut und verfügt über die perfekte Balance zwischen Reife und Säure. In höherer Lage und auf schiefrigen Tonböden befinden sich die Weinberge rund um das Dorf Radda. Hier liefert das Bio-Weingut Volpaia besonders feinwürzigen Chianti Classico. Ebenso fallen die Weine des Castello d’Albola mit burgundischer Finesse ganz typisch für Radda aus. Besonders saftig gelingen die Weine auf den mit Ton durchmischten Kalksteinböden rund um das Dorf Castellina. Das Weingut Marchesi Mazzei unterstreicht diese vollmundige Art, indem der Sangiovese mit Merlot verschnitten und in neuen Barriquefässern ausgebaut wird. So verfolgt jedes Weingut eine ganz eigene Strategie, um Boden, Klima und Weinbereitung mit dem Chamäleon Sangiovese in Einklang zu bringen.

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DIY-Weinregal – Weinaufbewahrung einfach selber bauen

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Alle Weinliebhaber und diejenigen, die immer gerne einen guten Tropfen zuhause haben, brauchen auch eine Aufbewahrungsmöglichkeit für ihre Sammlung. Ein Weinregal ist dafür nicht nur praktisch, sondern auch stilvoll. Vor allem selbstgebaut kann solch ein Flaschenregal ein echtes Unikat sein. Mit unserer Do-it-yourself-Anleitung können Sie ein edles Flaschenregal ganz einfach selber bauen.
Weinregal selber bauen

Wer von seinen Reisen, Verkostungsproben oder einfach mal so gerne einen guten Tropfen Wein mitbringt, der benötigt auch einen passenden Platz zum Lagern. Denn bei Wein ist die richtiger Lagerung bestimmend: Weinflaschen sollten stets besser liegend als stehend gelagert werden – dadurch bleibt der Kork gut erhalten. Bei stehenden Flaschen trocknet er schnell ab, was zu einer Verschlechterung der Weinqualität führt.

Herkömmliche Regale bekommen Sie überall. Wie wäre es aber mal mit einem echten Unikat, das gleichzeitig modern und stilvoll ist? Dieses Weinregal können Sie in wenigen Schritten selbst nachbauen – einfach an die Wand montiert schafft es nicht nur schnell Platz in Ihrer Küche, sondern ist auch ein individuelles Dekoelement.

Materialien  für das Weinregal

1 Holzbrett (Baumarkt oder Flohmarkt)
4 Haken (Baumarkt)
Holzschrauben
Geodreieck
Schraubenzieher
Bleistift
Drahtseil oder Schnur sowie kleine Nägel zum Befestigen an der Wand (nicht auf dem Bild)

Anleitung: Weinregal zum Selberbauen

Weinregal selber bauen 1

Schritt 1

Um Ihre Weinflaschen in einem kreativen Regal toll in Szene zu setzen, benötigen Sie zunächst ein Holzbrett, wahlweise vom Flohmarkt oder aus dem Baumarkt, Holzschrauben, einen Schraubenzieher und 4 Metallhaken.

Weinregal selber bauen 2

Schritt 2

Basis bildet das Holzbrett mit angeschraubten Haken: Befestigen Sie jeweils 2 Haken nebeneinander mit Schraubenzieher und Schrauben auf dem Brett. Messen Sie vorher mit einer Weinflasche den richtigen Abstand zwischen den Haken ab. Mithilfe eines Geodreiecks bringen Sie die Vorrichtung rechtwinklig an. Je nach verwendeter Holzart müssen die Löcher eventuell gebohrt werden, damit das Holz nicht splittert.

Weinregal selber bauen 3

Schritt 3

Dann schrauben Sie die anderen beiden Haken, jeweils auch in demselben Abstand, genau wie die beiden Haken zuvor, an das Brett. Achten Sie darauf, die Flaschenhalterung waagerecht in einer Linie zueinander anzubringen.

Weinregal selber bauen 4

Schritt 4

Zum Schluss das fertige Regal einfach an der Wand anbringen: Dazu das Brett mithilfe einer Schnur, die links und rechts auf der Rückseite des Bretts mit kleinen Nägeln befestigt wird, an einem Haken aufhängen. Alternativ können Sie das Weinregal auch mithilfe von langen Schrauben, die durch die Ecken des Bretts geschraubt werden, direkt an der Wand befestigen.

Viel Spaß beim Nachbauen!

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Weinregion CARNUNTUM: über Winzer, Weine & Watschen

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Keine 20 Minuten von Wien entfernt erstreckt sich bis hinüber an die Grenze zur Slowakei das Carnuntum. „Bis ins dritte Jahrhundert hinein war das Carnuntum eine Metropole mit 80.000 Soldaten und entsprechend vielen Bewohnern, wichtiger noch als Wien! Als das römische Reich zerbrochen ist, wurden die alle vertrieben. Stattdessen sind wir aus Bayern hier eingewandert.“ Diesen Einführungskurs in die Geschichte erhalte ich von Hannes und Christoph Artner. Die beiden Winzer wissen nicht nur über das Heilige Römische Reich und diverse Bevölkerungsströme Bescheid. Hannes ist auch ein sprudelnder Quell amüsanter Geschichten aus Göttlesbrunn und Höflein. Die beiden Weinbaugemeinden, die wenige Minuten voneinander entfernt liegen, vereint eine herzliche Rivalität. Da flogen in alten Zeiten schon mal die Watschen und die Fäuste! „Das war natürlich alles im Spaß und ist leider Gottes fast vorbei“, meint der Winzer lachend. Die zahlreichen Eheschließungen zwischen den Göttlesbrunnern und den Höfleinern führt er dabei als Beweis an. Gesucht und gefunden hat auch Hannes’ Sohn Peter seine bessere Hälfte, Tina, bei den Nachbarn in Göttlesbrunn. Auf seinen „Buam“ ist Hannes Artner sichtlich stolz: „Der ist wahnsinnig akkurat im Keller. Da traust dich manchmal gar nicht durchgehen, so sauber ist das dort.“ Die Artners liefern eine breite Palette höchst respektabler Weine. Viel Herzblut lässt Hannes dabei in den Syrah fließen und damit in eine Sorte, die für die Gegend untypisch ist. Sie findet sich auch in der Top-Cuvée „Amarok“ wieder, dem Flaggschiff des Hauses.

Viele feine Worte

Für ihre Kollegen haben die Artners viele feine Worte übrig. Einer davon ist Hans Pitnauer, Vorreiter in der Region. Schon in den 1980ern machte der mit seinem Bienenfresser von sich reden, sahnte Punkte, Sterne, Preise ab. „Der Piti hat schon früh die guten Lokale beliefert. Er ist sehr konsequent, ein ,Da schau her, das bin ich῾-Typ. Den mag ich gern, mit dem komm ich super aus.“ 43 Jahrgänge hat besagter Piti mittlerweile in die Flasche gepresst – und langweilig ist ihm dabei nie geworden. Ein trockenes Frühjahr und ein feuchter Herbst, ein Sommer, der nie über 30 Grad geht, oder ein ganz heißer: Jedes Jahr sei eine neue Hausforderung, man müsse da beständig alle Register ziehen. Ein paar Jahrgänge weniger am Buckel hat Philipp Grassl, der, so Hannes Artner, glatt als Model durchgehen würde. Macht der auch guten Wein, der Philipp? „Der macht sogar Spitzenweine!“, kommt die Antwort in der Sekunde. Philipp Grassls Rote sind straff und dunkelbeerig, manche sogar ein wenig introvertiert. „Gemeinsam mit dem Johannes haben wir vermutlich die kernigsten Weine“, führt Grassl aus und liefert ein gutes Stichwort: Johannes Trapl. Der ist im zehn Kilometer entfernten Stixneusiedl zuhause. „Der Johannes lehnt sich stilistisch weit hinaus“, weiß Christoph Artner von seinem Winzer-Kollegen und Freund. Trapl empfiehlt als Einstiegswein in die Region den Rubin Carnuntum. Der spiegele das Gebiet wider und die Sorte, die hier am meisten Platz findet: den Zweigelt. „Das ist unser klassischer Gebietswein. Er zeigt, was der Winzer kann. Einen guten Winzer erkennt man ja nicht an seinem besten Wein, sondern am einfachsten.“ Blunze oder Hirschfilet: zum Rubin Carnuntum, der „ein grader Michl“ ist und keine Diva, lässt sich kulinarisch vieles kombinieren

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Die teuersten Weine der Welt

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Seit Jahrhunderten ist Wein ein treuer Begleiter der Menschen. “In Vino Veritas” – im Wein liegt die Wahrheit, erkannten bereits die vorchristlichen Griechen. Heute ist Wein nicht nur der perfekte Begleiter der Weihnachtsgans, sondern auch weltweit gehandeltes Investitionsgut. Es steckt viel mehr in den Flaschen als gegorener Traubensaft. Ein Stück Weltgeschichte, bekannte Vorbesitzer oder ganz besondere Jahrgänge sorgen dafür, dass manche Weine zu astronomischen Preisen gehandelt werden und kontinuierliche Wertsteigerungen versprechen.
Für den Fall, dass Sie für Ihr Weihnachtsfest noch das besondere Etwas suchen oder Wein als interessante Wertanlage nutzen wollen, stellen wir Ihnen fünf der aufregendsten und teuersten Weine der Welt vor:

5. 1945 Romanée Conti – 123.900 US-Dollar
Betrachtet man diese Liste wird deutlich, dass 1945 wohl ein guter Jahrgang für besonders teure Weine war. Zusätzlich markiert das Ende des zweiten Weltkriegs einen historischen Meilenstein. Diese Flasche wurde bei einer Christie´s Auktion an einen amerikanischen Sammler verkauft. Insgesamt wurden nur 600 Flaschen produziert.
4. 1787 Château Lafite – 160.000 US-Dollar
Diese Flasche ist mehr als nur ein seltener, besonders alter und qualitativ hochwertiger Wein. Er stammt aus der persönlichen Sammlung von Thomas Jefferson, Gründungsvater der Vereinigten Staaten von Amerika, dessen Initialen auf der Flasche zu finden sind. Der Verleger Malcolm Forbes erwarb sie 1985. Der Wein ist aufgrund seines Alters und der rudimentären Abfüllung ungenießbar. Es handelt sich um ein reines Sammlerstück.
3. 1869 Château Lafite – 233.872 US-Dollar


Obwohl er 80 Jahre jünger als sein vorangegangenes Gegenstück ist, wurde dieser Wein für 233.872 US-Dollar an einen anonymen Käufer aus Asien verkauft. Ursprünglich lag die Preiserwartung für diesen Wein bei seiner Auktion bei 8.000 US-Dollar. Es entwickelte sich jedoch ein Bieterwettstreit, der den Preis in die Nähe einer Viertelmillion Dollar brachte.


2. 1907 Heidsieck – 275.000 US-Dollar

Dieser 1907er Heidsieck ist aus einem nachvollziehbaren Grund so teuer. Er ist Teil einer kleinen Produktion, die von der russischen Zarenfamilie zu Beginn des 20. Jahrhunderts bestellt wurde. Der Wein galt lange als verschollen, da das Schiff, welches die Ladung transportierte, 1916 sank. 1997 wurde der Wein jedoch wiederentdeckt. Ob der Wein durch die Lagerung am Grund des Ozeans besser geworden ist darf bezweifelt werden.


1. 1947 Château Cheval Blanc – 304.275 US-Dollar


In der Gemeinschaft der Weinkenner spielt Reputation eine ähnlich große Rolle wie Alter. Der 1947er Château Cheval Blanc genießt eine exzellente Reputation. Viele halten ihn für einen der, wenn nicht den, besten Bordeaux aller Zeiten. Diese Flasche wurde bei einer Christie´s Auktion in Genf versteigert. Die Flasche kann weitere 50 Jahre gelagert und dann ohne Qualitätsverlust genossen werden. Ideal wenn man bedenkt, dass man als Besitzer eines so besonderen Weines auch einen besonderen Anlass nutzen sollte, ihn zu öffnen.

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Wie ein Phönix aus der Asche

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Die letzten 30 Jahre sind für den österreichischen Weinbau zur Erfolgsgeschichte geworden. Nach den traumatischen Ereignissen des Weinskandals 1986, die ein Erdbeben in der Branche auslösten, entwickelte sich alles sehr dynamisch.

Was die heimische Weinwirtschaft vor 30 Jahren in einen Schockzustand versetzte, hat sich als riesengroße Chance und beispielhafte Erfolgsgeschichte herausgestellt. Heute gibt es kaum einen Winzer, der das österreichische Weinwunder nicht auf die radikalen Veränderungen, die dem Weinskandal folgten, zurückführt. Manche meinen sogar, hätte es die Ereignisse nicht gegeben, man hätte sie erfinden müssen. Krisen, so schwer sie wiegen, bergen ja bekanntlich auch immer Chancen. Wein-Österreich hat sie positiv für sich genutzt. Es wurden verkrustete Strukturen aufgebrochen und Weichen für eine bessere Zukunft gestellt.

Meilenstein für heimischen Wein

1986 wurde die Österreich Wein Marketing GmbH – kurz: ÖWM – gegründet, um das Image des heimischen Weins wieder auf Hochglanz zu polieren und die Absätze zu fördern. Fünf Jahre später entstand als Partner der ÖWM die Weinakademie Österreich: ein international anerkannter Ausbildungsort für alle Weinaffinen, vom privaten Weinliebhaber bis hin zum angehenden Master of Wine (MW). Einer der wichtigen Meilensteine für das Image des Österreichischen Weins im Ausland war das „London Tasting“ 2002, jene historische grüner Veltliner/Chardonnay-Blindverkostung, bei der die ersten vier Plätze an österreichische Weine gingen. Unter den Top Ten befanden sich noch weitere drei Weine aus Österreich. Lange Zeit war Österreich als reine Weißwein-Nation bekannt. Heute hat sich diese Wahrnehmung durch die Profilierung von Blaufränkisch und Co. enorm gewandelt. Ein wichtiger Schritt für Wein-Österreich war und ist die Besinnung auf die einzigartigen Qualitäten der Regionen. Im Zuge dessen entstanden regionale Weinkomitees, die die klassischen, gebietstypischen Weinstile ausfeilten und weiterentwickelten. 2003 kam mit dem Weinviertel DAC der erste Herkunftswein auf den Markt. Diese an das romanische Weinsystem angelehnte Klassifizierung steht für die Schärfung der Gebietstypizität und für eine bessere Wiedererkennbarkeit beim Kunden. Heute werden Weine in neun Regionen mit der Bezeichnung DAC, kurz für „Districtus Austriae Controllatus“, gekeltert. Jüngster DAC ist seit 2013 der Wiener Gemischte Satz.

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Gläserkunde – Welches Glas für welchen Wein?

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Für großen Weingenuss ist nicht nur die richtige Flasche Wein, sondern auch die Auswahl des passenden Glases entscheidend. Nur dann, wenn es dünnwandig und funktional geformt ist, betont es die individuellen feinen Eigenschaften der edlen Tropfen. Welchen Wein Sie aus welchem Glas genießen, ist keine komplizierte Wissenschaft, wenn Sie ein paar einfache Regeln befolgen.

Weißwein und Roséwein

Weißweine mögen Gläser mit kleineren Kelchen, weil sie kalt getrunken werden und sich im großen Glas zu schnell erwärmen würden. Dann kommen ihre wundervollen Aromen optimal zum Ausdruck, ihre zarte Säure wird ideal betont. Wichtig ist ein ausreichend langer Stiel, damit der Wein nicht nur die Hand des Trinkenden erwärmt wird. Auch Roséwein kann sich in einem kleinen Glas besser entfalten. Spezielle Roséweingläser sind etwas bauchiger als Weißweingläser und ihr Rand wölbt sich ein kleines bisschen nach außen. Dies soll die fruchtigen Aromen des Roséweins besonders zur Geltung bringen.  Solche Gläser eignen sich zum Beispiel auch für Riesling.

Rotwein

Ein schöner „Roter“ wird vor allem durch seine feinen Aromen, milden Gerbstoffe und dezenten Säuren geprägt. Er verlangt geradezu nach einer größeren Kelchform, damit sich die Anklänge von dunklen Kirschen, Himbeeren, Zedernholz, Tabak und milden exotischen Gewürzen in Höchstform präsentieren können. Zur vollen Entfaltung seines Geschmacks benötigt er aber auch genügend Berührung mit Luft. Aus diesem Grund sind Rotweinkelche meistens besonders groß. Um den Effekt noch zu verstärken, kann man den Wein sanft im Glas „kreisen“ lassen. Je voller das Aroma eines Rotweins desto größer sollte der Durchmesser des Glases sein.

Champagner und Sekt

Champagner, Sekt und Co. schmecken perfekt aus einem Glas mit einem lang gezogenen Oval, einer sogenannten Flöte. Dies ermöglicht eine volle Ausprägung des Aromas, ohne dass dabei die Kohlensäure unangenehm in der Nase kitzelt. Allerdings kann man Schaumwein auch aus Schalen oder tulpenförmigen Gläsern trinken. Tipp: Probieren Sie einen Wein mit verschiedenen Gläsern und Sie werden deutliche Unterschiede riechen und schmecken.

Füllmenge

Wie viel Wein Sie in ein Glas gießen, ist unterschiedlich. Während es üblich ist, ein Sekt- oder Champagnerglas fast voll zu machen, ist dies für Rot-, Rosé- oder Weißwein nicht der Fall. Hier gilt die Faustregel: Nicht mehr als ein Drittel, bei großen Gläsern ein Viertel, voll einschenken.

Tipp

Lagern Sie Ihre Gläser in einem geschlossenen Schrank, um ein Verstauben oder das Eindringen von Rauch aus der Küche zu vermeiden. Bevor Sie Ihre Gläser nutzen, können Sie sie – zum Beispiel für besondere Anlässe – polieren. Dazu werden die Gläser über dampfendes Wasser gehalten und danach mit einem fusselfreien Tuch poliert.

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